Der ehrliche Reiseblog: Rom
Wir waren in Rom. Und brauchen jetzt Urlaub vom Urlaub.

Vorab: Rom ist beeindruckend! Das Monumento a Vittorio Emanuele, die Ponte Sant’Angelo, das Kolosseum, der Trevibrunnen, die Piazza di San Giovanni in Laterano und ganz besonders der Vatikan: Wie gut die alten Bauwerke bis in die kleinsten Details erhalten wurden, ist schlicht verrückt.
Man steht da und staunt, immer und immer wieder.

Aber was ebenso beeindruckend ist, sind die Menschenmassen. Man ist konstant Schulter an Schulter mit gefühlt der halben Welt. Dazu die Sirenen, pau.sen.los! Mal Polizei, mal Ambulanz, als hätte jemand die Stadt auf Dauerlärm gestellt.
Wir dachten: Kein Problem, wir gehen einfach um 5 Uhr morgens raus. Die Idee war gut. Und ja, eine Stunde lang war es wunderbar still. Bei der Spanischen Treppe begegneten uns nur ein paar einheimische Jogging-Influencer, auf dem Weg durch die Gassen entdeckten wir hübsche Cafés und hörten die Möwen über die Stadt fliegen. Doch dann kam die Menge. Pünktlich wie ein Uhrwerk strömten die Touristen aus allen Gassen zum Trevibrunnen und vermutlich auch zu den anderen Sehenswürdigkeiten.
Rom heisst Reizüberflutung auf Maximum.
Wir waren am Ende des Tages platt, und zwar nicht vom Gehen. (Obwohl wir täglich zwischen 19 und 28 km zurücklegten, weil es wirklich vieles zu entdecken gibt!)
Das Beste an Rom war dann ausgerechnet das, was in keinem Reiseführer als Highlight steht: die Menschen. Wenn wir ein kleines Café oder Restaurant fanden, wo Einheimische sassen, wurde es plötzlich gemütlich, trotz italienischem Lärmpegel. Gute Laune, Herzlichkeit, echte Freude am Leben! Innert Sekunden wurde man in echte Gespräche verwickelt, genoss gutes Essen oder caffè an der Bar. Und das mitten in diesem Trubel. Diese Gelassenheit der Römerinnen und Römer hat uns mehr beeindruckt als manches Denkmal.
Unser ehrliches Fazit: Rom ist auf jeden Fall eine Reise wert, aber nur wenn man weiss, worauf man sich einlässt: Menschenmassen und Dauerlärm inklusive. Sonst braucht man danach Urlaub vom Urlaub.
Zum Schluss ein paar konkrete Tipps:
Buche für die Sehenswürdigkeiten unbedingt Tickets mit Fast-Track-Einlass. Ansonsten stehst du stundenlang an und kommst evtl. nicht mal hinein.
"Vini e Vinili" ist eine kleine, aber feine Weinbar. Hier treffen sich Einheimische zum Feierabend-Wein. Die Gäste bestimmen die Musik.
Willst du mit Römern ins Gespräch kommen? Stell dich morgens an eine Café-Bar und bestelle einen Cappuccino mit Cornetto.
Spar dir Taxis oder Uber. Nimm lieber Bus, Tram oder Metro. Ganz einfach mit einem 24h Ticket in der Moovit App oder bei jedem Ticketautomaten.
"Cybo" ist ein Restaurant mitten im Getümmel, und trotzdem schaffen sie eine gemütliche Atmosphäre mit fantastischem Essen.
Beim Vatikan gibt es einen Trick für Deutschsprachige, womit ihr einen Spezialeinlass erreicht. Reist du nach Rom und möchtest es ausprobieren? Schreib uns im Kontaktformular oder per Email - wir klären dich auf.



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